Reflektionen aus der Kindheit

Meine früheste Erinnerung reicht zurück bis in mein viertes Lebensjahr. In dieser Zeit besuchte ich den Kindergarten in unserem Ort, in der Gruppe der „Spatzen“, mit einem ebenerdigen Gruppenraum und direktem Zugang zum Außenbereich.

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir der große Außenbereich, während ich nur bruchstückhafte Erinnerungen an den Innenraum habe. Ich erinnere mich, wie ich in unserem Gruppenraum stand und in den dunklen, unheimlichen Flur blickte, der zur Eingangstür des Kindergartens führte, immer in der Hoffnung, bald abgeholt zu werden. Oft war ich das letzte Kind, das wartete, während alle anderen schon zuhause waren. Es war erstaunlich, wie oft weder meine Großeltern noch meine Eltern meine Abwesenheit beim Mittagessen bemerkten. Manchmal wartete ich über eine Stunde, zusammen mit der Betreuerin, die zunehmend ungeduldig wurde, bis ich schließlich abgeholt wurde.

Mein Vater war damals sehr beschäftigt mit seiner kleinen Firma im Erdgeschoss unseres Wohnhauses. Von dieser Zeit habe ich nur wenige, aber sehr klare Erinnerungen.

Eines der prägendsten Erlebnisse war, als meine Mutter mir eine neue Deckenlampe kaufte – eine große, kugelförmige Lampe mit Pumuckl-Motiv, meiner Lieblingsserie zu der Zeit. Ungeduldig wartete ich darauf, dass sie aufgehängt wurde, doch meine Mutter musste ins Büro und mein Vater war ebenfalls beschäftigt.

Als Kind, das selten ein Kindermädchen hatte und oft allein spielte, entschied ich mich, die Lampe selbst anzubringen. Ich versuchte zuerst, die Sicherung im Sicherungskasten auszuschalten, konnte aber nicht an den Kasten herankommen. Nach einigem Ringen mit einem Holzstuhl erreichte ich schließlich den Kasten und probierte alle Sicherungen aus, bis das Licht in meinem Zimmer ausging.

Nachdem ich die alte Lampe abmontiert hatte, stand ich vor der Herausforderung, die neue Lampe anzubringen. Mit viel Mühe und der Verwendung einer Flaschenzug-Methode gelang es mir, die Lampe hochzuziehen und anzuschließen. Ich ließ das grün-gelbe Kabel weg, da es bei der neuen Hängelampe nicht benötigt wurde.

Als meine Mutter mich später fand, balancierte ich mit der neuen Lampe und einem Phasenprüfer auf der Leiter. Ihre Reaktion war erstaunlich, denn für mich war es normal, solche Aufgaben selbst zu übernehmen. Mein Vater musste die Lampe später zwar noch richtig befestigen, aber ich hatte sie bereits zum Leuchten gebracht.

Eine Woche später baute ich mir einen eigenen Lichtschalter unter meinem Bett, um das Problem mit dem nächtlichen Licht abschalten, weil ich gefälligst schlafen soll, zu umgehen. Ich verstand die Technik und nutzte sie zu meinem Vorteil.

In der Kindheit beschäftigte ich mich oft mit komplexen technischen Projekten. Mein Garten war voller verrückter Experimente, von einer Fußwaschanlage bis zu einem selbstgebauten Baumhaus mit elektrischen Einrichtungen. Mein größtes Projekt war ein selbstgebautes Elektroauto, das ich aus Teilen eines Schrotthändlers zusammenbaute und mit zwei Geschwindigkeiten und einem elektrischen Bremssystem ausstattete.

Im Kindergarten war ich bei den anderen Kindern beliebt, auch wenn ich das nicht immer genoss. Viele Kinder schienen sich an mich zu heften, und ich hatte oft das Sagen in der Gruppe.

Insgesamt fühlte ich mich oft unwohl in geschlossenen Räumen und zog das Freie vor. Ich war meist in unserem Garten bei den Großeltern. Ich kann mich noch gut erinnern dass mein Bett mit dem Kopfteil immer direkt am gekippten Fenster stand.

Meine Eltern waren erstaunt über mein technisches Verständnis und meine Fähigkeit, mit komplexen Geräten umzugehen. Dieser Kontrast zu meinen Eltern und die Faszination für Technik prägten meine Kindheit und führten mich auf einen Weg der ständigen Entdeckung und des Lernens.

 

Aber dann änderte sich etwas...